Der Ziehbrunnen: Ein Urgestein des Brunnenbaus

VERÖFFENTLICHT: 12.04.2011 IN Brunnenarten
 

Der Brunnenbau ist zwar ein äußerst traditionelles Handwerk, das sich aber im Laufe der Jahrtausende erstaunlich ausdifferenziert hat. Man kann heute viele verschiedene Arten von Brunnen unterscheiden, zum Beispiel Bohrbrunnen oder Rammbrunnen. Doch Brunnen dienen nicht mehr nur der Trinkwassergewinnung. Sie nehmen heute oftmals auch eine dekorative Rolle ein, vor allem in Form eines Zierbrunnens im Garten. Grundsätzlich kann man aber zwei Arten von Brunnen unterscheiden: Den Lauf- und den Ziehbrunnen.

Ziehbrunnen vs. Laufbrunnen

Unter einem Laufbrunnen versteht man eine natürliche Quelle, die durch Druck ganz von selbst an die Oberfläche tritt. Es sind also keine zusätzlichen Pumpen etc. zur Förderung des Grundwassers nötig. Dafür kann der Wasserstrom nicht kontrolliert werden. Ein Ziehbrunnen (oftmals auch Tiefbrunnen genannt) hingegen ist stets eine künstliche, vom Menschen erschaffene Quelle. Dafür muss zunächst eine Wasserleitung ausfindig gemacht werden, zu der dann mittels Bohren oder Graben vorgedrungen wird. Das Wasser wird dann mithilfe von Pumpen, Eimern, etc. an die Oberfläche gefördert.

Ziehbrunnen im Laufe der Geschichte

Bereits vor mehreren Tausend Jahren entwickelten unsere Vorfahren Techniken, um über Ziehbrunnen an trinkbares Wasser zu gelangen. Vor allem die Brunnen aus der ungarischen Puszta, die in erster Linie für die Versorgung von Vieh und Weideflächen angelegt wurde, haben es zu weltweiter Bekanntheit gebracht. Dabei entwickelten sich verschiedene Arten des Brunnenbaus: Es gibt große und kleine Schächte gleichermaßen. Im modernen Brunnenbau werden meist enge Bohrschächte bevorzugt.

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