Die Tiefbrunnenpumpe und ihre Bedeutung für den Brunnenbau

Für die Wasserförderung aus großen Tiefen ist eine spezielle Tiefbrunnenpumpe unverzichtbar. Welche Funktionsweise liegt dieser Pumpe zu Grunde? Wo liegen ihre Stärken und Einsatzmöglichkeiten? Was muss beim Betrieb der Pumpe beachtet werden? Auf Brunnenbauer.org bekommen Sie die Antworten auf diese Fragen.

Tiefbrunnenpumpe
Die Tiefbrunnenpumpe ist ideal für die Wasserförderung aus großer Tiefe. Die kann dann unter anderem zu Gartenbewässerung genutzt werden. – © Rainer Sturm by pixelio.de

Wenn es um die Wasserförderung aus Brunnen geht, kommen sehr verschiedene Formen der Brunnenpumpe zum Einsatz. Dabei ist vor allem die Fördertiefe von Bedeutung. So wird ab einer Tiefe von 9 m eine Tiefbrunnenpumpe verwendet, um Höhenunterschiede von bis zu 500 m zu überwinden. Die geförderte Wassermenge liegt hier zwischen 2 und 70 m³. Sie steht in direktem Zusammenhang mit dem Durchmesser der Pumpe. Die Voraussetzung für diese Pumpenart ist neben dem namensgebenden Tiefbrunnen vor allem der weitverbreitete Bohrbrunnen, je nach Durchmesser auch Schachtbrunnen genannt. Hier wird der Vorteil der schmalen Bauweise dieser Pumpe, die kleinste Tiefbrunnenpumpe ist 2 Zoll stark, besonders deutlich. Da diese auch in sehr schmale Löcher passt. Die Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten der Pumpe sollen im Folgenden näher beleuchtet werden.

Funktionsweise der Tiefbrunnenpumpe

Die grundlegende Funktion ist mit der Wasserförderung durch eine Tauchpumpe im Brunnen weitestgehend identisch. Der Pumpenkörper wird vollständig in das Wasser eingetaucht und nutzt die niedrige Temperatur des Grundwassers zur Kühlung des Motors, wobei ein gewisse Strömung benötigt wird. Ermöglicht wird dies durch die schlanke Bauform, die dem Wasser eine im Verhältnis zur Masse maximale Oberfläche bietet. Hauptsächlich setzt sich die Pumpe aus drei Komponenten zusammen. Das Herz bildet ein Elektromotor, der seinen Sitz im unteren Bereich hat und die Laufräder in der darüber liegenden Pumpenhydraulik über eine Wellenkupplung in Gang setzt. Zwischen den beiden Elementen befindet sich der Zufluss für das Wasser der zumeist mit einem Filter gegen unerwünschte Elemente wie Sand und Steine ausgestattet ist. Die Laufräder erhöhen nun den Druck im Förderrohr, sodass das Wasser nach oben steigt. Um hier einen Rücklauf bei einem Pumpenstop zu verhindern, ist ein entsprechendes Rücklaufventil erforderlich, das sich bei einem Druckabfall schließt, wie es bei einer Tiefbrunnenpumpe mit 4 Zoll Rohrstärke schnell passieren kann. Eine elektronische Pumpensteuerung dient der Regulierung der Wasserförderung und kann meist auch mehr oder weniger umfangreich programmiert werden.

Einsatzmöglichkeiten der Tiefbrunnenpumpe

Die Pumpe kommt überall dort zum Einsatz, wo aus großer Tiefe Wasser gefördert werden soll. Theoretisch ist es möglich, auf diese Weise die Trinkwasserversorgung eines Hauses sicherzustellen oder die Pumpe lediglich zur Bewässerung des Gartens einzusetzen. Das hängt in erster Linie von der Fördermenge und der Qualität des Wassers ab. Bevor sie sich daher eine Tiefbrunnen-Pumpe mit 3 Zoll oder stärker einbauen lassen, sollten sie bei der lokalen Verwaltungsbehörde die entsprechenden Informationen und Genehmigungen einholen. Handelt es sich um größere Mengen Wasser, die gefördert werden sollen, ist auch die Installation eines unabhängigen Hauswasserwerkes eine Option für den Einsatz einer solchen Pumpe.

Auf diese Weise können beträchtliche Einsparungen bei den Wasserkosten erreicht werden. Um auch die Stromkosten für den Betrieb der Pumpe möglichst klein zu halten, bieten Pumpenhersteller wie NSP – New Solar Pump e.U. eine moderne Solar-Tiefbrunnenpumpe für Tiefen von bis zu 150m an. Dadurch wird eine beträchtliche Autonomie für Ihr Haus und Ihren Garten ermöglicht.