Mit einer Schwengelpumpe stromlos Wasser für den Garten fördern

VERÖFFENTLICHT: 30.05.2011 IN Brunnenpumpe
 

Eine Schwengelpumpe ist ideal zur Bewässerung kleiner Gärten. Wie ist die Schwengelpumpe aufgebaut und wie funktioniert sie? Welche Vor- und Nachteile hält sie bereit? Erfahren Sie mehr zu dieser Brunnenpumpe auf Brunnenbauer.org.

Schwengelpumpe

Eine Schwengelpumpe kann sowohl schmückendes Objekt als auch Mittel zur Bewässerung sein – © Doris Antony by Wikimedia Commons

Bei einer Schwengelpumpe handelt es sich um eine in der Vergangenheit weitverbreitete Kolbenpumpe. Auch heute noch können derartige Wasserfördersysteme in vielen Städten und Dörfern gefunden werden. Häufig sind sie auch nach wie vor voll funktionsfähig und dienen daher in vielen Gemeinden zur Trinkwassernotversorgung. Zum Einsatz kommt sie bei Rammbrunnen, Schachtbrunnen oder Bohrbrunnen. Die Wasserförderung erfolgt dabei manuell über einen einarmigen Hebel, den sogenannten Schwengel. Bevor Sie eine Schwengelpumpe anschließen, sollten Sie sich über die Vor- und Nachteile bzw. zu beachtende Aspekte informieren.

Funktionsweise einer Schwengelpumpe

Der simple Aufbau dieser Brunnenpumpe ist ein großer Vorteil. Sie besteht hauptsächlich aus einem Pumpenkörper und dem Schwengel. Letzterer ist mit einer Pleuelstange verbunden, mit der zwei Ventile gesteuert werden. Wird nun der Schwengel nach oben gezogen, öffnet sich in der Pumpe ein Ventil und der herrschende Unterdruck lässt Wasser hineinströmen. Bei der Abwärtsbewegung schließt sich das Einlassventil und stattdessen klappt ein zweites Ventil im Pumpenkörper auf. Das Wasser steigt auf und wird ins Freie gepumpt. Es wird deutlich das bei der Schwengelpumpe die Funktionsweise so simpel wie genial ist. Denn auf diese Weise kann Wasser ohne Strom und nur mit reiner Körperkraft in teils großen Mengen aus dem Brunnen gepumpt werden.

Ein weiterer Vorteil fällt auf, wenn Sie für die Schwengelpumpe Ersatzteile benötigen. Diese sind, zumindest bei neueren Modellen, unkompliziert bei entsprechenden Fachhändlern zu bekommen. Bei alten Brunnenpumpen kann sich das hingegen etwas komplizierter gestalten. In diesem Fall sollte ein Profi konsultiert werden, denn dieser verfügt sowohl über das notwendige Fachwissen als auch über ausgezeichnete Bezugsquellen für verschiedene Bauteile, die für den Laien meist unerreichbar sind.

Was bei der Schwengelpumpe zu beachten ist

Ein Nachteil bei dieser Wasserförderanlage ist, dass sie empfindlich auf Frost reagieren. Um daher die Schwengelpumpe frostsicher zu machen, ist es notwendig diese über ein kleines Ventil restlos zu entleeren und so ein Einfrieren zu verhindern. Auch kann es bei Reparaturarbeiten einige Probleme geben. Die Ursache dafür liegt in den Mineralablagerungen an diversen Bauteilen, die zu Korrosionen führen. Daher ist es meist sehr schwierig bei der Schwengelpumpe die Dichtung am Ventilkörper zu wechseln oder den Kolben auseinander zubauen, da diese häufig stark verkrustet sind. Wenn Sie Probleme bei der Reparatur haben sollten, hilft nur noch der Weg zum Fachmann, um das Gerät zu retten.

Bevor eine solche Pumpe installiert werden kann, muss außerdem ein entsprechender Brunnen ausgehoben werden. Dazu ist unter Umständen eine Erlaubnis der entsprechenden Behörden notwendig. Die wichtigsten Fakten dazu finden Sie im Wasserhaushaltsgesetz 2009 (WHG) oder Sie überlassen die Arbeit einem qualifizierten Brunnenbauer.

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