Hauswasserwerk & Pumpe – Gibt’s da einen Unterschied?

VERÖFFENTLICHT: 06.05.2011 IN Hauswasserwerk
 

Hauswasserwerk und Pumpe – wo liegt da eigentlich der Unterschied? Diese Frage stellen sich viele Hausbesitzer, wenn Sie darüber nachdenken Teilbereiche der Wasserversorgung mit Grund- oder Regenwasser abzudecken bzw. dieses für die Gartenbewässerung mithilfe eines Pumpsystems nutzbar zu machen. Und tatsächlich – es gibt Unterschiede. Diese sind zwar minimal, aber dennoch bedeutend.

Hauswasserwerk vs. Pumpe: Geringere Förderungsmenge in Pumpen

In seiner grundlegenden Funktion ist das Hauswasserwerk nichts anderes als eine automatische Pumpe. Beide Technologien funktionieren über Druck und Vakuum, wobei bei einem Druckabfall im Leitungssystem die Pumpe durch den Druckschalter in Gang gesetzt wird und sich bei einer Erhöhung des Drucks in der Leitung automatisch wieder ausstellt. Wird die Pumpe in Gang gesetzt, so saugt sie Wasser an und pumpt es in die entsprechende Leitung hinein.

Der Unterschied zwischen Hauswasserwerk und Pumpe liegt nun zentral in der Höhe des Drucks und damit zusammenhängend der Fördermenge. Der Druck in Pumpen wird mithilfe eines kleinen Druckkolbens geregelt. Der erzeugte Druck ist im Vergleich zum Hausautomaten sehr gering, deshalb eignet sich die Pumpe lediglich für die Förderung geringer Wassermengen. Werden große Wassermengen mit einer herkömmlichen Kolbenpumpe statt Hauswasserwerk-Systemen gefördert, so wird sich diese sehr häufig ein- und abstellen. Dies verursacht nicht nur einen entsprechenden Stromverbrauch, sondern ist auch schädlich für den Motor der Pumpe.

Hauswasserwerk vs. Pumpe: Hauswasserwerk eignet sich für komplexe Leitungssysteme

Hauswasserwerke hingegen sind mit einem Wasserspeicher versehen. Dieser erlaubt es zuallererst den Druck durch die zusätzliche Speicherung von Luft zu erhöhen und ermöglicht letztendlich eine Förderung wesentlich größerer Wassermengen. Hierbei muss sich der Hausautomat nicht ständig ein- und ausschalten. Bei Hauswasserwerken mit einem Wasserbehälter von 300l ist beispielsweise eine Wasserentnahme von 20l pro Minute bei einer Dauer von 15 Minuten möglich, ohne dass sich die Pumpe erneut einschalten muss. Darüber hinaus eignen sich Hauswasserwerke für die Installation in komplexeren Versorgungs- und Leitungssystemen. Sie können so zum Beispiel auch für die Wasserversorgung der Toilettenspülung oder der Waschmaschine genutzt werden.

Die Entscheidung, ob Sie für Ihr Projekt lieber Hauswasserwerk oder Pumpe nutzen, ob Sie für Ihr Vorhaben Gartenpumpe oder Hausautomaten brauchen, sollten Sie direkt mit einem Fachmann besprechen.

Hauswasserwerk oder Pumpe – Eine Entscheidung, die gemeinsam mit dem Profi getroffen werden sollte

Es gibt unterschiedliche Hausautomaten von unterschiedlichen Herstellern. Das wichtigste Entscheidungskriterium ist, welche Fördermenge das Hauswasserwerk verarbeiten können muss. Je nach Größe des Hauswasserwerks unterscheiden sich auch die Preise der Maschinen. Auch zwischen einzelnen Herstellern gibt es preisliche Unterschiede. Ob Sie sich nun also für ein T.I.P. Hauswasserwerk oder ein Grundfos Hauswasserwerk entscheiden sollten, fragen Sie deshalb am besten den Profi. Denn der kompetente Brunnenbauer in Ihrer Nähe kann Ihnen die Produktkataloge der Hersteller vorlegen, Sie über die Vor- und Nachteile einzelner Systeme aufklären und Ihnen dabei helfen, sich für die richtige Hauswasserwerk-Pumpe zu entscheiden.

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