Global Water Award ehrt deutsches Unternehmen

In diesem Jahr wurde erneut der Global Water Award für Projekte in der globalen Wasserwirtschaft verliehen. Auch deutsche Unternehmen konnten hier auf sich aufmerksam machen. Welche Aspekte zeichnet dieser Preis aus? Womit setzten sich die prämierten Projekte auseinander? Auf Brunnenbauer.org erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Global Water Award
Der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan führte durch die Verleihung des Global Water Award 2011 – © Lloyd Robotham by Flick.com

Der diesjährige Global Water Award wurde im renommierten Dorint Hotel in Berlin unter der Schirmherrschaft der Global Water Intelligence verliehen. Nominiert wurden dabei innovative Projekte in allen Bereichen der öffentlichen und industriellen Wasserwirtschaft rund um den Globus. Dieses Jahr trat der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan als Gastredner auf und verlieh den Preis für das erfolgreichste Wasserprojekt auf dem industriellen Sektor an die deutsche BAUER Water GmbH, eine Tochter der BAUER Gruppe, die 2010 aus der Übernahme der German Water and Energy GmbH hervorging. Er betonte die zentrale Rolle die Wasser und vor allem die Gewinnung von Trinkwasser für die internationale Gemeinschaft einnimmt und lobte das innovative Projekt der Bauer Water GmbH, ein natürliches Klärsystem für mit Öl verschmutztes Wasser in Oman.

Mit dem Global Water Award 2011 ausgezeichnete Projekte

Das mit dem Global Water Award prämierte Projekt umfasst ein großflächig angelegtes Schilfbeet, mit dessen Hilfe das bei der Förderung von Erdöl verunreinigte Wasser aufbereitet werden kann. Das Wasser erreicht somit einen Reinheitsgrad von ca. 99%. Die durch die Filterung verunreinigten Pflanzen können außerdem als Bio-Treibstoff weiter verwertet werden. Der erforderliche Energieaufwand liegt bei der Reinigung bei annähernd null. Dies ist für Länder wie Oman von großer Bedeutung, da in Wüstengebieten der Bau von Tiefbrunnen zur Wasserförderung einen enormen Aufwand erfordert. In seiner momentanen Größe schafft es die Schilfanlage ca. 45.000 m³ Wasser am Tag zu reinigen. Das Wasser kann dann zur Bewässerung von Agrarflächen genutzt werden.

Als direkte Konkurrenz um den Global Water Award ging auch eine Wasserfilteranlage der Küstenland Milchunion, mit der das heiße, stark mit organischen Abfällen belastete, Abwasser der Käsefabrik gefiltert wird, wobei das gereinigte Wasser in den nahegelegenen Fluss geleitet und die organischen Stoffe als Dünger verkauft wird.

Das Ziel des Global Water Award

Der Global Water Award führt Jahr für Jahr Vertreter der unterschiedlichsten Bereiche der Wasserwirtschaft zusammen, um neue innovative Projekte, vor allem im Bezug auf die Wasseraufbereitung und dem Bau von Brunnen zur Trinkwasserförderung, vorzustellen. Dabei bilden die Kriterien Energieeffizienz, Leistungsfähigkeit und besonders wichtig die Umweltverträglichkeit der Projekte den Kernaspekt der Auszeichnungen. Doch neben der Prämierung von Projekten soll auch über die Entwicklungen im Bereich des Trinkwassermanagements aufgeklärt und zukünftige Ziele definiert werden. Es gilt, nachhaltig zum Thema Wasserschutz zu sensibilisieren. Wie sich 2011 zeigte, haben deutsche Unternehmen in diesem Zusammenhang einen erheblichen Beitrag geleistet und werden dies mit Sicherheit auch in Zukunft tun. Aus diesem Grund erfolgt auch die Nominierung der Schilfanlage durch das World Business Council of Sustainable Development (WBCSD) mit Sitz in Genf. Weitere Angriffspunkte für die Zukunft ist dabei ein gesicherter Zugang zu Trinkwasser in Ländern der dritten Welt, die von Regenperioden abhängig sind, beispielsweise über großflächige Regenwasserzisternen zur Sicherung der Wasserversorgung in Trockenzeiten.