Der Bohrbrunnen ist in der Baubranche unersetzlich

Bohrbrunnen
Bohrbrunnen findet man häufig auf Baustellen © Egon Häbich – pixelio.de

Es gibt viele verschiedene Arten von Brunnen. Einer davon ist der Bohrbrunnen. Dabei wird mit speziellen Brunnenbohrgeräten in die Erde gegraben, um an die Quelle zu stoßen. Solche gebohrten Brunnen kommen in erster Linie auf Baustellen zum Einsatz, wo sie verschiedene Zwecke erfüllen: Einerseits sind sie sehr gut dazu geeignet, um die Beschaffenheit des Baugrundes zu untersuchen und um den Grundwasserpegel im Auge zu behalten. Prinzipiell eignet sich ein Bohrbrunnen auch zur Trinkwassergewinnung. Allerdings werden hierfür oftmals sogenannte Zieh– oder Tiefbrunnen bevorzugt.

Bohrbrunnen-Verfahren

Es gibt verschiedene Verfahren, um Bohrbrunnen herzustellen. Der Durchmesser der Bohrung ist dabei anhängig von den lokalen Gegebenheiten und des Zweckes der Bohrung. In der Regel beträgt der Durchmesser zwischen 25 Zentimetern und zwei Metern. Sehr weit verbreitet ist zum Beispiel die Technik der Trockenbohrung, bei der auf eine stützende Flüssigkeit verzichtet wird. Diese wird aber hauptsächlich für eine Untersuchung der Bodenbeschaffenheit angewendet. Im Brunnenbau sind Bohrungen mit Stützflüssigkeit weiter verbreitet – sogenannte unverrohrte Bohrverfahren – wie zum Beispiel die Imlochhammerbohrung oder die Spülbohrung.

Bohrbrunnen mittels Spülbohrung

Man unterscheidet zwischen zwei Arten der Spülbohrung: der direkten und der indirekten. Im Gegensatz zu Rohrbohrungen werden hier nur die ersten Meter des Bohrloches von einem Rohr gestützt. Weiter unten wird das Bohrloch mittels eine Flüssigkeit stabilisiert. Auch hier unterscheidet man zwischen verschiedenen Verfahren – allen voran dem Lufthebebohren und dem Saugbohren. Der Bohrbrunnen ist also ein gutes Beispiel dafür, wie sehr sich der traditionelle Brunnenbau im Laufe der Geschichte weiterentwickelt hat und somit auch modernsten technischen Anforderungen genügen kann.