Maßnahmen zur Wasserfassung

Wasserfassung
Eine provisorische Wasserfassung auf einer Baustelle © Paul Georg Meister – pixelio.de

Wasserfassung ist ein Sammelbegriff, der verschiedene bauliche Maßnahmen zur Wassergewinnung zusammenfasst. Das Wasser wird dabei aus grundwasserführenden Erdschichten oder aus Quellen gewonnen. Der Brunnenbau, der Brunnen und Brunnenstuben anlegt, ist dabei nur eine mögliche Form der Wasserfassung. Darunter versteht man nämlich unter anderem auch die Wassergewinnung aus Sickerleitungen und -stollen.

Wasserfassung im Brunnenbau

Im Brunnenbau kennt man heute verschiedene Methoden, um das wertvolle Grundwasser zu Tage zu fördern. Man spricht dabei häufig auch von Brunnenfassungen. Das Handwerk, welches zu den ältesten der Welt zählt, hat sich im Laufe der Jahrtausende extrem ausdifferenziert und sich an die Ansprüche der modernen Gesellschaft angepasst. So unterscheidet man heute beispielsweise zwischen Bohrbrunnen und Schlag– bzw. Rammbrunnen. Diese Brunnen dienen aber nicht immer der Gewinnung von Trinkwasser. Häufig werden sie zum Beispiel auf Baustellen angelegt, um den Grundwasserpegel zu beobachten. Um das saubere Grundwasser zu schützen, sind nämlich bauliche Maßnahmen nötig. Solche Anlagen werden in der Regel als Quellfassungen oder Brunnenstuben bezeichnet.

Wasserfassung als Drainage-Maßnahme

Eine weitere Art der Wasserfassung ist das Anlegen von Sickerleitungen oder Sickerstollen, die als Drainage eingesetzt werden. Sie kommen in erster Linie bei Gebäuden oder Straßen zum Einsatz, wenn diese von einer Durchnässung bedroht sind. Gründe dafür können zu hohe Grundwasserpegel ebenso sein wie ein Übermaß an Regenwasser. Bei dieser Art der Wasserfassung wird das überschüssige Wasser mithilfe von Rohren und Leitungen abgeleitet. Die Rohre bestehen in der Regel entweder aus Kunststoff oder aus Steinzeug.

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