Welche Brunnenpumpe eignet sich für welchen Zweck?

Sie haben einen Brunnen im eigenen Garten bohren lassen und suchen nun nach der passenden Brunnenpumpe? Hier auf Brunnenbauer.org können Sie sich nützliche Informationen zum Thema holen, welche als erste Orientierung für die Entscheidung genutzt werden können!

Ein Brunnen im eigenen Garten bringt besonders im Sommer viele Vorteile mit sich. Der Garten kann mit kostenfreiem Grundwasser bewässert werden, aber auch die Versorgung von Waschmaschine oder Wärmepumpe ist mit entsprechender Pumpe möglich. Mit einem passenden Filter kann das Grundwasser sogar als Trinkwasser genutzt werden, wodurch ein weiterer Kostenvorteil entsteht. Doch wie wird das Grundwasser am besten gefördert? Was muss beim Kauf einer Brunnenpumpe beachtet werden?

Brunnenpumpen: verschiedene Bauweisen

Brunnenpumpe
Die Entscheidung für eine bestimmte Brunnenpumpe sollte nicht allein vom Preis abhängen! © Rudolpho Duba / pixelio.de

Je nach Art und Tiefe der Bohrung eignen sich verschiedene Brunnenpumpen für die Förderung des Grundwassers. Tiefbrunnenpumpen beispielsweise werden bei Tiefenbohrungen benötigt. Sie zeichnen sich durch eine sehr schmale Bauweise aus und werden direkt in das zu fördernde Medium – also in das Grundwasser – getaucht. Das macht diese Pumpenform einerseits relativ frostunempflindlich, andererseits erfolgt die Kühlung der Pumpe größtenteils direkt über das Grundwasser.

Eine weitere Möglichkeit bieten sogenannte Jetpumpen. Vorteilhaft bei solchen Brunnenpumpen ist deren Robustheit und der geringe Wartungsbedarf, da sie nur über wenige bewegliche Teile verfügen. Die Nachteile sind hingegen die Geräuschentwicklung beim Betrieb und der hohe Stromverbrauch, welcher allerdings durch einen relativ niedrigen Kaufpreis relativiert wird.

Eine klassische und bewährte Form der Brunnenpumpe ist die Schwengelpumpe. Sie zeichnen sich durch eine sehr einfache und praktische Bauweise aus. Vorteil und Nachteil zugleich ist der Verzicht auf Strom: So entstehen keinerlei Kosten für Energie, dafür muss das Wasser manuell durch Betätigen des einarmigen Hebels (auch Schwengel genannt) gefördert werden.

Abgesehen von der Schwengelpumpe können die beschriebenen Brunnenpumpen auch mit Sonnenenergie betrieben werden. Dazu bieten einige Hersteller Lösungen mit Solarkollektoren an, welche einen Großteil der Energieversorgung des Pumpenmotors übernehmen. Solche Lösungen schonen sowohl die Umwelt als auch Ihren Geldbeutel!

Hersteller für Brunnenpumpen und Preise

Hier finden Sie eine kleine Übersicht über Hersteller von Brunnenpumpen, welche über große Erfahrung in diesem Gebiet und ein breites Produktspektrum verfügen. Dazu zählen unter anderem Grundfos, Wilo, T.I.P., Zehnder und Gardena. Es lohnt sich, in den Online-Shops der Hersteller Produkte und Preise zu vergleichen. Beachten Sie allerdings, dass Sie als Laie nicht nur nach dem Preis entscheiden sollten. Ein niedriger Kaufpreis kann durch eine zu hohe oder zu geringe Leistung schnell für erhöhte Energiekosten sorgen! Lassen Sie sich daher von einem Experten beraten!

Worauf ist beim Kauf einer Brunnenpumpe zu achten?

Entscheidend sind einerseits Kriterien, welche Typ und Leistung der Pumpe betreffen, andererseits solche, welche mit dem Verwendungszweck und Sicherheitsvorrichtungen zusammenhängen.

Zu ersteren Faktoren zählen vor allem Förderdruck, welcher Einfluss auf die Förderhöhe der Brunnenpumpe hat, und Fördermenge. Letztere hängt wiederum von der Förderhöhe ab. Der Förderdruck einer Pumpe gibt Auskunft darüber, aus welcher Tiefe das Wasser an die Oberfläche gepumpt werden kann. Ein Druck von 1 Bar entspricht einer Wassersäule mit einer Höhe von 10 Metern und somit auch einer Förderhöhe von 10 Metern. Dementsprechend würden 5 Bar einer Förderhöhe von 50 Metern entsprechen. Die Fördermenge, welche sich dem Namen nach auf die Menge des geförderten Wassers bezieht, sinkt mit zunehmender Förderhöhe. Aus diesem Grund sollte die tatsächliche Brunnentiefe lediglich zwei Drittel der maximalen Förderhöhe der Brunnenpumpe betragen, da ansonsten kaum bis gar kein Wasser gefördert werden kann! Genauere Abhängigkeiten können der Pumpenkennlinie entnommen werden.

Wie bereits zu Beginn des Artikels angesprochen wurde, kann Brunnenwasser für diverse Zwecke verwendet werden: zur Bewässerung des Gartens, zur Versorgung von Waschmaschine, Toilette oder Wärmepumpe. Es ist also beim Kauf auch explizit darauf zu achten, dass die Brunnenpumpe für die entsprechende Funktion geeignet ist. Darüber hinaus sollten Sie auf nützliche Zusatzfunktionen wie eine Niveausteuerung achten. Diese sorgt aufgrund von Messfühlern für eine automatische Regulierung der Pumpenleistung, abhängig vom Wasserpegel. Pumpen ohne eine solche Funktion müssen stets manuell gesteuert – also reguliert sowie ein- und ausgeschaltet – werden. Eine weitere Vorrichtung innerhalb der Pumpe, auf die Sie nicht verzichten sollten, ist die sogenannte Wassermangelsicherung! Diese sorgt im Falle eines trockenliegenden Brunnens dafür, dass die Pumpe nicht leerläuft. So wird eine Überhitzung und Energieverschwendung verhindert.

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