Diese Kosten kommen beim Bohren eines Brunnens auf Sie zu

Ein Wasserbrunnen im eigenen Garten verschönert Ihr Grundstück und dient zusätzlich zur schnellen Versorgung mit Grundwasser. Beim Bohren eines Brunnens fallen allerdings auch Kosten aus unterschiedlichen Bereichen an. Welche das sind, erfahren Sie hier auf Brunnenbauer.org.

Oft stellt es eine Kostengünstigere Variante dar, einen Brunnen in den Garten bohren zu lassen. © Brunnenbauer.org

Der Bau eines Brunnens ist kein Kinderspiel und sollte von Unternehmen durchgeführt werden, die sich darauf spezialisiert haben. Es gibt drei verschiedene Varianten einen Brunnen zu bauen: Der Brunnen kann geschlagen, mit einem Erdbohrer gebohrt oder gegraben werden. Unterschiede bei den Kosten, die durch den Bau eines Brunnens entstehen, macht auch die zu grabende Tiefe aus. Da die Trinkwasserpreise von Jahr zu Jahr teurer werden, ist die Alternative zu einem eigenen Gartenbrunnen mit Grundwasser eine Überlegung allemal wert!

Rechtliche Voraussetzungen und Gebühren

Grundsätzlich ist das Recht auf sauberes Wasser ein völkerrechtlich festgelegtes Menschenrecht und bedeutet weiter, dass das Grundwasser unter dem Grundstück zu Ihrem Eigentum zählt. Wenn Sie beschlossen haben, einen Brunnen zu bohren, müssen Sie dieses Vorhaben trotzdem zuerst ihrer Landesbehörde melden und erklären, zu welchem Zweck Sie das Wasser für den geplanten Brunnen verwenden möchten. Da das Grundwasser der Allgemeinheit gehört wird die Verfügung eines Grundstückeigentümers über das Grundwasser gesetzlich geregelt, damit die Qualität des allgemeinen Grundwassers sichergestellt wird. Daraus ergibt sich, dass nicht nur das Wasserbrunnenbohren unter Anzeigevorbehalt steht, sondern auch eine grundsätzliche Erlaubnis eingeholt werden muss, wenn Sie das Grundwasser nach Fertigstellung des Brunnenbaus auch für Ihre Zwecke nutzen wollen. Für die Bearbeitung der Anzeige zum Bohren von Brunnen fallen in Berlin derzeit Kosten in Höhe von rund 40 € an (Stand: Juli 2014). Für eine wasserbehördliche Genehmigung ist eine Gebühr von mindestens 128 € zu bezahlen. Gebührenpflichtig ist auch die Befreiung von den Verboten der jeweiligen Wasserschutzgebietsverordnung. Diese Gebühr beträgt zurzeit weitere 128 €. Eine wassergebührliche Genehmigung ist allerdings nur dann notwendig, wenn ein Tiefbrunnen mit mindestens 15 Meter Tiefe gebohrt werden muss um an das Grundwasser zu kommen.

Kosten für Material und Arbeiten

Beim Bohren eines Brunnens fallen Strom und Wasserkosten an, da die zu entfernende Erde mit einem starken Wasserstrahl weggespült wird. Ist der Grundwasserspiegel erreicht, wird ein Kunststoffrohr eingelassen. Für einen normalen Brunnen kommen dabei Kosten von 30 € pro Meter auf, bei einem Tiefbrunnen steigen die Kosten auf 125 € pro Meter. Ist der Boden besonders lehmig können die Kosten steigen, da der Arbeitsaufwand größer wird.

Ein Brunnen ist nur dann nützlich, wenn er das Grundwasser auch an die Erdoberfläche befördern kann. Dafür ist eine Pumpe notwendig für die, je nachdem ob es sich um einen normalen oder einen Tiefbrunnen handelt, zusätzliche Kosten anfallen. Auch ein Elektrokabel muss für die Pumpe verlegt und eventuell eine Enteisungsanlage angeschafft und installiert werden, wenn das Wasser auch als Trinkwasser genutzt werden soll. Auch die Wartung dieser Anlagen muss regelmäßig erfolgen, was wiederum zu Fixkosten führt. Wie Sie erkennen, setzt sich das Bohren eines Brunnens aus mehreren Kosten aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Im Vergleich zur Normalen Bewässerung mit einem Trinkwasseranschluss bildet diese Art von Gartenbewässerung jedoch trotzdem die kostengünstigere Variante und rentiert sich auf Dauer gesehen auf jeden Fall.

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