Wasser marsch: So bohren Sie Ihren Brunnen

Wer immer Wasser in seinem Garten möchte, benötigt einen Brunnen. Diesen kann man sich selbst bauen. Wichtig ist es, sich vorher eine Genehmigung zu holen und zu wissen, was man tut. Brunnenbauer.org informiert!

Wasser ist der Ursprung eines grünen Gartens
Einen Brunnen im eigenen Garten bohren bringt einen viele Vorteile. Besonders im heißen, trockenen Sommer können Sie hiermit Ihre Pflanzen kostengünstig mit Wasser versorgen. © Rainer Sturm / pixelio.de

Gerade im Sommer, wenn es draußen heiß ist und die Pflanzen nach Wasser lechzen, kommt der ein oder andere Hobbygärtner mit dem Gießen nicht hinterher. Doch was kann man tun, wenn die Regentonne leer und weit und breit keine Regenwolke in Sicht ist? Auf das teure Leitungswasser umsteigen? Eine bessere – und teilweise auch optisch ansprechendere – Alternative bietet Ihnen der eigene Brunnen. Zwar ist der Bau eines Brunnens auch mit Kosten verbunden, diese amortisieren sich jedoch nach kurzer Zeit. Aber einen Brunnen zu bohren, ist auch gar nicht so leicht. Bereits bei der Planung müssen bestimmte Regeln beachtet werden.

Genehmigung muss eingeholt werden

Eigentlich kann jeder private Grundstücksbesitzer einen Brunnen für die Bewässerung des eigenen Gartens bauen. In einigen Landkreisen muss das Vorhaben jedoch vorab genehmigt werden. Erkundigen Sie sich hierzu am besten bei der zuständigen Behörde in Ihrer Nähe. Gegebenenfalls kann es auch sein, dass Sie Gebühren zahlen müssen, damit Sie einen Brunnen bohren dürfen. Führen Sie jedoch nie die Bohrungen ohne vorherige Genehmigung durch.

Brunnenbohren nur mit Know-How und dem richtigen Werkzeug

Möchten Sie Ihren Brunnen selbst bohren, sollten Sie sich über die Gegebenheiten des Bodens informieren. Zum einen müssen Sie in Erfahrung bringen, wie tief Sie nach Wasser bohren müssen, zum anderen welches Werkzeug für die Brunnenbohrung notwendig ist. Fachleute benutzen als Brunnenbohrgerät entweder einen Erdbohrer oder eine Brunnenbohrmaschine. Diese Brunnenbohrer sind zwar im Fachhandel als Mietgeräte verfügbar, dennoch sollten Sie diese schweren Maschinen nicht oder nur mit ausreichendem Fachwissen selbst bedienen. Darüber hinaus muss man wissen, wann der Grundwasserspiegelt erreicht ist. Auf Grund des Eigendrucks der wasserführenden Schicht, weiß der Fachmann, wann er die Brunnenbohrungen beenden muss und er das Rohr bis zu dieser Stelle in den Boden rammen kann. Wie der Fachmann heißt? Der Profi, der für Sie den Brunnen fachgerecht bohrt, heißt Brunnenbauer. Auch einige Gartenbaubetriebe bieten diesen Service an.

Brunnen selbst bohren

Das wichtigste Werkzeug bei der Bohrung eines Brunnens ist der Erdbohrer, sowie die Plunsche (Ventilbohrer) und die Kiespumpe. Mit dem Erdbohrer bohren Sie ein etwa zehn Meter tiefes und 15 Zentimeter breites (Durchmesser) Loch an die Stelle, an der auch später der Brunnen stehen soll. Die Erdbohrer gibt es als manuelles Bohrgestänge oder als Geräte mit Motorunterstützung. Sie sollten bei Ihrer Wahl auf die Gegebenheiten Ihres Bodens achten. Festere Lehm- oder Tonböden können gut mit der manuellen Variante durchbohrt werden. Nach zwei bis drei Umdrehungen sollten Sie den Bohrer rausholen, um die „angesammelten“ Bohrrückstände von ihm zu entfernen. Kommen Sie allerdings nach wenigen Metern nicht weiter, kann es sein, dass Ihnen ein Stein den Weg versperrt. Versuchen Sie es dann einfach einige Zentimeter weiter entfernt noch einmal mit der Bohrung. Sie haben Ihr Ziel erreicht, wenn Sie einen leichten Druck von unten spüren. Dies ist das Grundwasser, das gegen den Bohrer drückt.

Nach dem Brunnenbohren können Sie das Loch verrohren. Hierfür reicht ein einfaches Kanalgrundrohr aus. Stecken Sie das neue Brunnenrohr zusammen. Dabei sollte es länger sein, als die Bohrung tief ist, damit das Rohrendstück tatsächlich im Grundwasser steht. Schlitze am Ende des Rohres angebracht, unterstützen später zudem das Eindringen des Wassers in das Brunnenrohr. Alternativ können Sie auch Ihren Brunnen schlagen. Wie dies funktioniert, lesen Sie hier.

Ist der Wasserstand im Brunnen anfangs noch zu gering, können Sie hier mit Leitungswasser nachhelfen. Anschließend sollten Sie die Kiespumpe in das Bohrloch hinablassen. Mit der Plunsche holen Sie nun den Kies und den Sand aus dem Rohr. Diese muss mit Schwung hinaufgeholt werden, damit sich das am unteren Ende befindliche Ventil schließt und Sie die Steine hinausbefördern können. Etwa 12 Mal muss das Plunschen wiederholt werden. Schieben Sie zwischendurch das Brunnenrohr immer weiter nach unten.

Nun müssen Sie nur noch das Bohrloch von losem Sand und kleinen Steinchen freipumpen, ehe Sie die Pumpe montieren können. Achten Sie dabei darauf, dass die Saugvorrichtung nicht ganz bis zum Grund abgesenkt wird. Bei der Auswahl der Pumpe sollten Sie auf die Brunnentiefe achten.

Fazit

Ein Brunnen im Garten kann entsprechend ausgebaut ein schöner Blickfang im Garten sein. Des Weiteren bietet er auch genügend Wasser, um die eigenen Pflanzen während der heißen Jahreszeit ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen. Einen Brunnen selbst zu bohren ist dabei gar nicht so schwer. Sie sollten bei Ihrem Selbstmach-Projekt jedoch eher auf das Brunnenschlagen setzen. Das Brunnenbohren sollten Sie dem Fachmann überlassen. Nicht nur, weil er weiß, wie die Brunnenbohrgeräte richtig zu bedienen sind. Er baut Ihnen Ihren Brunnen auch kompetent auf und schließt die Pumpe fachgerecht an, sodass das Wasser anschließend auch fließt.

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